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Das Stuttgart 21-Kartell

Samstag, 6. März 2010 19:33

Hier verschlägt es mir wieder die Sprache, mit welcher Dreistigkeit Wirtschaft und Politik frgwürdige Projekte wie Stuttgart 21 durchbringt und umsetzen will. Wenn ich schon die Aussagen von Grube & Co und seine verachtende Haltung gegenüber dem F21-Redakteur sehe, bekomme ich einen Brechreiz. Es zählt einzig und allein Geld und Macht.

Kann man unsere Politik- und Wirtschaftsordnung noch als Demokratie bezeichnen, wenn Entscheidungen einzig und allein von den Mächtigen und Kapitalstarken des Landes gefällt werde? Ein Grund mehr, die Bahn zu boykottieren und z.B. verstärkt die Mitfahrzentralen zu nutze.

Und hier das Interview mit Gruber in voller Länge: LINK

Bei youtube findet man das Interview auch noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Ein Milliardenprojekt und Grube kennt nicht den Bericht des Bundesrechnungshof? Ich denke viel mehr, dass ihm der Bericht und die Meinung anderer und der Menschen im Land einfach schnurzpiepegal sind.

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+ 1x 250.000.000,- EUR [Update]

Donnerstag, 23. Juli 2009 10:47

Nicht, dass Wendelin Wiedeking sich mit einem Jahresgehalt von ca. 77.000.000 EUR zufrieden geben würde. Weit gefehlt. Es kommt noch eine Abfindung von 250.000.000,- EUR hinzu. Dann haben er, seine Familie, seine Kinder, seine Kindes-Kinder und Kindes-Kinder-Kinder, [...] ausgesorgt, ohne auch nur einen Tag lang arbeiten zu müssen oder nur daran denken zu müssen.

Ein durchschnittlich bezahlter Arbeiter bei Porsche verdient im Monat ca. 2500 EUR (Brutto) und müsste über 8300 Jahre arbeiten, um diese Summe beisammen zu haben. Aber nicht nur das: Er darf weder schlechtes Verhalten an den Tag legen, noch irgendwelche größeren Fehler machen, die dem Unternehmen schaden. Würde er dies tun, säße er sofort ohne Job auf der Straße. Ohne Lohn, ohne Abfindung, ohne Zukunft. Er muss für sein Unternehmen arbeiten und über sein Handeln seinem Arbeitgeber Rechenschaft schulden. Irgendjemand steht immer über ihm und diesem ist er auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Doch wer steht über Wendelin Wiedeking und kann ihn in seine Schranken weisen?!

Update: Weg isser, bekommt “nur” eine Abfindung von 50.000.000,- EUR, von denen die Hälfte in eine soziale Stiftung geht (und er den Betrag sicher irgendwie  absetzen kann …)

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Um Ausreden nicht verlegen

Mittwoch, 22. Juli 2009 11:15

Kommt es nur mir so vor oder finden unsere die Politiker für jede ihnen entgegen gebrachte Kritik eine Ausrede? Horst Seehofer von der CSU ist da keine Ausnahme. Auf der einen Seite übt er sich im feinsten Populismus und erschleicht sich in seinen Reden die Gunst des ‘kleinen Mannes’:

“Unsere soziale Marktwirtschaft ist eine wertegebundene Wirtschaftsordnung. Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht die Rendite, nicht das Kapital.”

Auf der anderen Seite fördert das Land Bayern, als 51-prozentiger Teilhaber des Münchner Flughafens, Billiglöhne. Dafür werden Arbeiter aus fadenscheinigen Gründen gekündigt und dann in einem zweiten Schritt für erheblich geringere Löhne wieder angestellt. Dann “dürfen” die Arbeiter die gleiche Arbeit am Flughafen weiter tun, bekommen aber nur einen Bruchteil von ihrem letzten Gehalt. Und der Staat unter Seehofer unterstützt dies.

(Quelle)

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Verpackungsschwindel der EU

Montag, 15. Juni 2009 22:00

1 Liter Milch – 1 Kilogramm Zucker – 100 Gramm Schokolade – 250 Gramm Butter.

So sehen die Verpackungsgrößen aus, an die wir uns gewöhnt haben, die wir kaufen und an Hand deren wir Produkte und deren Preise vergleichen. Doch seit dem 11. April 2009 sieht es anders aus. Denn ab diesem Datum an hat die Europäische Union wieder einmal bewiesen, dass sie ihre Bürger nicht schützen sondern ihnen das Leben komplizierter und umständlicher  machen will. Seit diesem Datum gibt es EU weit keine festen und verbindlichen Verpackungsgrößen mehr.

Warum erst jetzt dieser Fall ans Licht kommt und mehr und mehr umgesetzt wird, kann ich mir nicht erklären. Denn schon 2006 kippte die EU die Vorschriften von Verpackungsgrößen von rund 70 Produkten.

Die EU-Staaten haben einstimmig die Vorschriften für Verpackungsgrößen gekippt. Hersteller können demnach künftig rund 70 Produkte wie Kaffee, Butter, Zucker, Kakao, Milch oder Nähgarn in beliebig kleinen Packungen verkaufen. Wein und Spirituosen sind nicht inbegriffen – für sie gelten Sonderregeln. Vertreter der Mitgliedstaaten begrüßten die Einigung als verbrauchernah. Dies sei ein Testfall für die Entbürokratisierung, sagte der für Deutschland verhandelnde Wirtschaftsstaatssekretär Joachim Wuermeling. “Wie viel Zucker oder Kaffee jemand kauft, soll er selbst entscheiden und nicht die Minister.”

Nun kann eine Tüte Milch nicht mehr 1 Liter, sondern 850 Milliliter beinhalten, der Zucker wird in 900 Gramm-Packungen verkauft und eine Tafel  Schokolade ist auch nur noch 95 Gramm schwer. Die Preise, die der Kunde für die Packungen bezahlt, wurde jedoch häufig nicht angepasst, wie das ARD Magazin Plusminus herausgefunden hat.

Von einem Beispiel, das noch relativ harmlos ist, kann man bei dem Shopblogger lesen.

Für den Käufer ist nun der Preis einer Packung nicht relevant, sondern der Grundpreis. An Hand dessen können Preise und Verpackungsgrößen miteinander verglichen werden. Doch den Grundpreis muss man erst mühsam suchen, nicht immer ist er deutlich am Produkt ausgezeichnet. Und mal eben im Kopf den Preis auf ein Kilogramm oder ein Stück herunterzurechnen, ist bei ungeraden Füllmengen schwierig.

Unternehmen und Produzenten freut es freilich, denn sie können nun zum gleichen Preis eine nach und nach kleinere Menge ihres Produktes verkaufen und damit den Gewinn steigern. Hier zeigt sich einmal mehr, für wen die EU wirklich arbeitet. Nach dem Rundfunkstaatsvertrag und den geänderten Verpackungsgrößen – Was denkt sich “die EU” wohl als nächstes aus?

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