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China: Keine Tabus in der Diskussion? Denkste!

Donnerstag, 29. Oktober 2009 10:01

Wie China und Deutschland auf der diesjährigen deutschen Buchmesse zu einander stehen, hat Angela Merkel in ihrer Eröffnungsrede klar formuliert:

[...] Ich sage angesichts der aktuellen Diskussionen, die es in den vergangenen Wochen gegeben hat und sicherlich auch in den nächsten Tagen geben wird: China hat die Bühne der Frankfurter Buchmesse natürlich in dem vollen Bewusstsein betreten, dass hier abwägende, sowohl lobende als auch kritische Stimmen zu Wort kommen werden und sollen. Es kann und – ich bin mir sicher – es wird keine Tabus in der Diskussion geben. Das ist nämlich der Kern von Meinungsfreiheit, für die kaum ein Genre der Kunst so sehr steht wie das der Literatur, Belletristik, Poesie und Lyrik, meine Damen und Herren. [...]

(Offline-PDF)

Doch wie schaut die tabulose und offene Diskussion tatsächlich aus? Sind die Chinesen wirklich bereit, auch über schwierige Themen zu reden und ihre Meinung zu sagen? Tobias Schlegl von NDR extra 3 wollte es wissen und hat auf der Buchmesse den Test gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=mipqbs71a8s

Thema: Ausland, Politik | Kommentare (0) | Autor:

Trans-Eurasia-Express (2008)

Samstag, 11. Juli 2009 17:18

China-SpezialWie bereits hier angekündigt, geht’s heute nach China. Und zwar mit der Bahn von Hamburg über Peking nach Xiantang, einer Stadt 700 km nördlich von Hongkong. Für nur 29 EUR mit dem China-Spezial der Bahn.

Ok, ich gebe zu, dass ich das Werbeplakat links etwas bearbeitet habe und es das Angebot der Bahn bisher nicht gibt und wahrscheinlich auch nie geben wird.

Eine Eisenbahnverbindung zwischen China und Deutschland gibt es aber. Der Trans-Eurasia-Express, wie sich die erste kommerzielle Bahn-Verbindung zwischen den beiden Ländern nennt, ist duch ein Joint Venture der Russischen Eisenbahnen (RŽD) und der DB Mobility Logistics AG im März 2008 entstanden. Vorgesehen war, dass ab Anfang 2009 einmal wöchtenlich zwei Züge zwischen Peking oder Shanghai und Hamburg verkehren.

Eine erste Testfahrt, bei der Fujitsu Siemens Computer  rund 50 Container aus dem chinesischen Xiantang nach Hamburg transportieren lies, fTriebwagen Trans-Eurasia-Expressand erfolgreich statt. Der Container-Zug startete am 19. September 2008 und erreichte 17 Tage später nach rund 10.000 km den Hamburger Hafen. Zum Vergleich: Ein Schiff braucht von Peking nach Hamburg zwischen 30 und 35 Tage.

Die Strecke führt durch insgesamt sechs Länder (Deutschland, Polen, Weißrussland, Russland, Mongolei, China) und aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten muss der Zug mindestens zweimal umgespurt werden.

Trans-Eurasia-Express

Das Schienennetz lässt dabei mehrere Möglichkeiten einer Verbindung zu, wie folgende Abbildung verdeutlicht:

Transeurasisches Netzwerk

Wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage wurde der Start für die regelmäßige Güterverbindung jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nichtsdestotrotz finde ich interessant, dass eine derartige Zugverbindung möglich ist, es sie gibt und sie in der Praxis sogar funktioniert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit (und des Geldes), wann der erste Personenzug von Deutschland nach China fährt. Mit einer Dauer von ca. 17 Tagen kann die Verbindung zwar nicht mit dem Flugzeug mithalten, dafür ist es sicher eine abenteuerliche und spannende Zugfahrt.

(Bildmaterial: Deutsche Bahn)

Thema: Ausland, Nachrichten, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Netzsperren bringen keinen vor Gericht

Freitag, 19. Juni 2009 0:25

Kinderpornografie im Web – Netzsperren bringen keinen vor Gericht
Von Kai Biermann | © ZEIT ONLINE 18.6.2009 – 17:17 Uhr
(PDF-Download)

Als “gesellschaftliches Signal” werden nun Netzsperren errichtet. Und damit ein Rechtsrahmen für Zensur. Ein echtes Signal wäre, Vergewaltiger zu fangen. Ein Kommentar:

Welche Missverständnisse bei der Debatte um Netzsperren drohen, ist an einer Überschrift zu erkennen, die der Tagesspiegel am heutigen Donnerstag veröffentlichte: “Gesetz gegen Kinderpornos kommt”, heißt es zu der Tatsache, dass der Bundestag das “Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen” verabschieden wird.

Das aber ist kein “Gesetz gegen Kinderpornos”. Nicht einmal um die “Bekämpfung” geht es darin, wie bereits der erste Artikel eingesteht, sondern nur um die “Erschwerung des Abrufs”. Das Ziel ist nicht, Kinder vor Vergewaltigung zu schützen. Auch wenn Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), von der die Idee stammt, das immer wieder betont hat. Es geht nur darum, die Weitergabe solcher Dokumente ein wenig mühsamer zu machen.

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Proteste gegen das Gesetz vor dem Brandenburger Tor

Proteste gegen das Gesetz vor dem Brandenburger Tor (© Axel Schmidt/ddp)

Thema: Netzwelt, Politik | Kommentare (0) | Autor: