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Die vier ärgsten Feinde der Bahn

Samstag, 4. Dezember 2010 16:57

sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter. (via Deutsche Bahn)

Thema: Spaß, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Das Stuttgart 21-Kartell

Samstag, 6. März 2010 19:33

Hier verschlägt es mir wieder die Sprache, mit welcher Dreistigkeit Wirtschaft und Politik frgwürdige Projekte wie Stuttgart 21 durchbringt und umsetzen will. Wenn ich schon die Aussagen von Grube & Co und seine verachtende Haltung gegenüber dem F21-Redakteur sehe, bekomme ich einen Brechreiz. Es zählt einzig und allein Geld und Macht.

Kann man unsere Politik- und Wirtschaftsordnung noch als Demokratie bezeichnen, wenn Entscheidungen einzig und allein von den Mächtigen und Kapitalstarken des Landes gefällt werde? Ein Grund mehr, die Bahn zu boykottieren und z.B. verstärkt die Mitfahrzentralen zu nutze.

Und hier das Interview mit Gruber in voller Länge: LINK

Bei youtube findet man das Interview auch noch einmal aus einer anderen Perspektive.

Ein Milliardenprojekt und Grube kennt nicht den Bericht des Bundesrechnungshof? Ich denke viel mehr, dass ihm der Bericht und die Meinung anderer und der Menschen im Land einfach schnurzpiepegal sind.

Thema: Politik, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Trans-Eurasia-Express (2008)

Samstag, 11. Juli 2009 17:18

China-SpezialWie bereits hier angekündigt, geht’s heute nach China. Und zwar mit der Bahn von Hamburg über Peking nach Xiantang, einer Stadt 700 km nördlich von Hongkong. Für nur 29 EUR mit dem China-Spezial der Bahn.

Ok, ich gebe zu, dass ich das Werbeplakat links etwas bearbeitet habe und es das Angebot der Bahn bisher nicht gibt und wahrscheinlich auch nie geben wird.

Eine Eisenbahnverbindung zwischen China und Deutschland gibt es aber. Der Trans-Eurasia-Express, wie sich die erste kommerzielle Bahn-Verbindung zwischen den beiden Ländern nennt, ist duch ein Joint Venture der Russischen Eisenbahnen (RŽD) und der DB Mobility Logistics AG im März 2008 entstanden. Vorgesehen war, dass ab Anfang 2009 einmal wöchtenlich zwei Züge zwischen Peking oder Shanghai und Hamburg verkehren.

Eine erste Testfahrt, bei der Fujitsu Siemens Computer  rund 50 Container aus dem chinesischen Xiantang nach Hamburg transportieren lies, fTriebwagen Trans-Eurasia-Expressand erfolgreich statt. Der Container-Zug startete am 19. September 2008 und erreichte 17 Tage später nach rund 10.000 km den Hamburger Hafen. Zum Vergleich: Ein Schiff braucht von Peking nach Hamburg zwischen 30 und 35 Tage.

Die Strecke führt durch insgesamt sechs Länder (Deutschland, Polen, Weißrussland, Russland, Mongolei, China) und aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten muss der Zug mindestens zweimal umgespurt werden.

Trans-Eurasia-Express

Das Schienennetz lässt dabei mehrere Möglichkeiten einer Verbindung zu, wie folgende Abbildung verdeutlicht:

Transeurasisches Netzwerk

Wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage wurde der Start für die regelmäßige Güterverbindung jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nichtsdestotrotz finde ich interessant, dass eine derartige Zugverbindung möglich ist, es sie gibt und sie in der Praxis sogar funktioniert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit (und des Geldes), wann der erste Personenzug von Deutschland nach China fährt. Mit einer Dauer von ca. 17 Tagen kann die Verbindung zwar nicht mit dem Flugzeug mithalten, dafür ist es sicher eine abenteuerliche und spannende Zugfahrt.

(Bildmaterial: Deutsche Bahn)

Thema: Ausland, Nachrichten, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

Bezahlte Meinung II

Freitag, 12. Juni 2009 11:44

Wie ich bereits hier geschrieben hatte, hatte die Bahn unter Ex-Chef Mehdorn durch versteckte PR-Maßnahmen versucht, ihr Image aufzubessern. Das Hauptziel dieser Aktion war es, die Privatisierung voranzutreiben und das Bild der Bahn in der Öffentlichkeit zurecht zurücken. Doch was ich nicht wusste: Sogar Promis wurden für diese Meinungsbildung herangezogen. Wie NDR Zapp berichtete, half beispielsweise Barbara Eligmann bei der Stimmungsmache mit:

Die ehemalige RTL-Moderatorin schwärmte zum Beispiel vom Nachtzug der Deutschen Bahn. “Statt im Billigflieger irgendwohin zu hecheln, lieber ein romantisches Abenteuer wagen, das tut nicht nur der Seele gut”

Und auch Hans Meiser, ebenfalls seit vielen Jahren Moderator bei RTL, machte Aussagen zur Bahn und verteidigte sogar deren häufige Verspätungen:

“Ich weiß doch als Bahnfahrer, dass die Pünktlichkeit des Zuges von vielfachen Faktoren abhängt. [...] Also fahre ich Bahn.”

Doch nicht nur Prominente wurden von der Bahn gekauft und für Ihre Zwecke eingesetzt, sondern auch Video-Plattformen wie YouTube. Hier kamen scheinbar normale Bürger bei Straßenbefragungen zu Wort und äußersten sich zur geplanten Bahn-Privatisierung, wie folgendes Beispiel zeigt:

Alle diese Methoden – Einbeziehung von Promis, fingierte Umfragen, versteckte Werbung im Netz – führen dazu, dass niemand erkennt, wann, wo und von wem geworben wird. Es ist nicht erkannbar, wer eigentlich dahinter steckt. Im Fall der Bahn steckt hinter diesen Aktionen berlinpolis, eine

formal parteipolitisch ungebundene Lobbyistengruppe mit 10 Mitarbeitern, die laut Eigendarstellung “Politik für morgen” gestalten möchte.

Die Mitarbeiter von berlinpolis haben nicht nur Prominente für die Arbeit eingespannt, sondern auch in vielen Blogs und Foren von bekannten Zeitschriften und Portalen (z.B. Stern, Tagesschau) pro Bahn geschrieben. Auch während der Streiks der Lokführer mischte berlinpolis bei der Meinungsmache mit und unterstütze die Bahn bei der Schwächung der Position der streikenden Lokführer, indem sie Suggestivfragen stellte. Eine dieser Fragen lautete:

Soll sich die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) auf das fünfte Angebot der Deutschen Bahn, wonach das Fahrpersonal einen eigenen Tarifvertrag, 4,5 % mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 2000 Euro erhalten solle, zufrieden geben?

Die Medien griffen die Umfrageergebnisse dieser – scheinbar – objektiven Umfragen auf und schrieben immer mehr gegen die streikenden Lokführer. Was sie jedoch ebenfalls nicht wussten: Sie wurden manipuliert. Hinter den Umfragen steckte die Deutsche Bahn.

NDR Zapp: Versteckte PR – Wie Firmen ihr Image schönen

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