Freitag, 18. Dezember 2009 20:36
Wenn ich Weltumweltminister wäre würde ich
- das Verbrennen von fossilen Brennstoffen zur Stromgewinnung verbieten,
- Kohlekraftwerke stilllegen und stattdessen ausnahmslos regenerative Energien (regional) fördern: Jedes Land soll die Energiequellen nutzen, die am effizientesten nutzbar ist (Sonne, Wind, Wasser),
- die Betreiber von Atomkraftwerken unter hoher Strafe verpflichten, für eine dauerhaft sichere Entsorgung (oder Umwandlung o.ä.) ihrer produzierten Abfälle aufzukommen, schließlich schlagen sie daraus den größten Gewinn. [BTW: Wir können zum Mond fliegen, Teilchen spalten und schwarze Löcher erzeugen - Warum können wir noch keine strahlenden Materialien unschädlich machen?],
- empfindlich hohe Strafen/Steuern/Sanktionen gegen Betreiber von energietechnisch ineffizienten Technologien/Kraftwerken verhängen,
- alle Länder ausnahmslos gleich stellen und behandeln. Warum sollte Land X mehr Rechte haben, als Land Y?
- usw….
Aber wenn sich natürlich alle wie im Kindergarten benehmen, jeder nur auf seine eigenen Vorteile fixiert ist und die ganze Diskussion entscheidend von Industrie-Lobbyisten beeinflusst wird, dann wird das nichts mit dem weltweiten Klimaschutz.
Auf Bundesebene ließe sich auch einiges umsetzen, um die Bevölkerung zum Klimaschutz zu bewegen. Z.B. könnten der ÖPNV mehr gefördert werden, die Tickets günstiger gemacht, die Intervalle verkürzt und die Netze ausgebaut werden. Wenn an jeder 2. Ecke alle 10 Minuten ein Bus oder eine Bahn fährt und man schnell von A nach B kommt (ohne zwischendurch längere Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen), dann würden sicher auch mehr Menschen ihr Auto stehen lassen. Zumindest würde ich das tun. [Momentan brauche ich mit dem Auto morgens maximal 15 Minuten zur Arbeit, mit dem ÖPNV jedoch mind. 60 Minuten. Und das innerhalb einer Großstadt.]
Was auch keiner der an der Konfernez teilnehmenden Vertreter so ganz kapiert: Der Erde ist es schnurzegal, was wir mit ihr machen. Selbst wenn wir den CO2-Ausstoß verhundertfachen, Atom-Bomben im Krieg einsetzen, die Regenwälder abholzen oder einfach großflächig die Erde für den Abbau von Kohle aufreßen: Der Erde ist das egal, sie wird dann nur irgendwann unbewohnbar und braucht ein paar Millionen Jahre, um sich wieder zu regenerieren und eine evtl. lebensfähige Grundlage zu schaffen.
Ein anderes Problem, was nicht genug beachtet wird, sind die Migrationsbewegungen der Menschen. Wenn wir so weiter machen wie bisher werden bestimmte Gebiete unbewohnbar. Ein Beispiel wäre Afrika, das heute in großen Teilen schon extrem schwierige Lebensbedingungen bietet. Werden die Bedingungen jedoch noch schlechter, werden die jetzt dort lebenden Menschen in andere Teile der Welt wandern. Z.B. Europa. Und was machen wir dann, wenn Millionen Menschen “vor der Tür” stehen und nach Europa ziehen? Ich könnte mir vorstellen, dass es dann Aufstände, Krawalle und Krieg um bewohnbaren Lebensraum geben könnte.
Warten wir es einmal ab, was in nächster Zeit passiert.
